Feldkampagne von U+Ö

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Um die letzte Feldkampagne von U+Ö im Bauwesen zur Ermittlung von Fließgewässerquerschnitten fortzusetzen wurden auf der Reise nach Südafrika im Mai 2019 neue kreative Wege eingeschlagen. Der Acoustic Doppler Current Profiler (ADCP) stand U+Ö leider nicht zur Verfügung, so dass in Eigenarbeit ein Boot für die Feldarbeit aus PVC-Rohren, Transportboxen und Kabelbindern entworfen und gebaut wurde. Der Prototyp des Boots wurde in Deutschland getestet, um sicherzustellen, dass das Bootsdesign den Zwecken der Fießgewässerquerschnittsermittlung dient und insbesondere unter südafrikanischen Bedingungen einsatzfähig ist. Nach erfolgreichen Tests des Prototyps wurde eine „südafrikanische“ Version unter Berücksichtigung der lokalen Bedingungen gebaut, auch dank der engen Zusammenarbeit mit Dr. Marius Claassen, einem erfahrenen südafrikanischen Umweltwissenschaftler sowie Fauna- und Flora-Experten. Getauft wurde das iWaGSS-Feldarbeitsboot auf den Namen ‚The Boytjie‘.

Als Messinstrument auf ‚The Boytjie‘ wurde ein Kartenplotter mit Sonartechnologie von dem deutschen Projektpartner DIE GEWÄSSER-EXPERTEN! montiert, um aus den gemessenen x-, y- und z-Koordinaten die Bathymetrie von Fließgewässern zu errechnen. Aus den gewonnenen Daten konnten mit verschiedenen ArcGIS-Interpolationswerkzeugen Fließgewässerquerschnitte abgeleitet werden. Die Ergebnisse haben nicht die Genauigkeit wie die mit dem ADCP erhobenen Daten, die in der Messkampagne im Mai 2018 erhoben wurden, sie ist jedoch ausreichend für die von U+Ö angestrebte 1D-hydrodynamische Modellierung. Die von U+Ö entwickelte Messmethode wurde vom Projektpartner KIT sowie weiteren südafrikanischen Partnern darüber hinaus genutzt, um die in eigenen Feldkampagnen erhobene Bathymetrien der Phalaborwa Talsperre sowie weiteren Stauseen und Dämmen im Olifants Flusseinzugsgebiet mit den neu erhobenen Daten zu vergleichen. Für das kommende Jahr konnte sich U+Ö den Einsatz des ADCP für weitere Feldkampagnen sichern. Ziel ist es eine vergleichende Studie zu verschiedenen Messmethoden an gleichen Untersuchungsorten durchzuführen.

Neben der durchgeführten Messkampagne zur Ermittlung der Fließgewässerquerschnitte führten U+Ö und Dr. Marius Claassen weitere Untersuchungen im Unteren Olifants Flusseinzugsgebiet durch bspw. um die Wehrgeometrien, die nicht über das Department of Water and Sanitation (DWS) zur Verfügung gestellt werden konnten, manuell nachzuerheben. Die Wehrgeometrien wurden zwischenzeitlich in das 1D-hydrodynamische Modell integriert und können in Zukunft für die Kalibrierung des Modells genutzt werden.

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